One mistake

 

Musik: Richard Kühn

Text: Franziska Köhler, Magnus Zühlke, Richard Kühn, Johanna Frieden

 

I wish I had a spade

To find the forgotten

But now it’s too late

These weapons aren’t rotten

They just hide and wait for the moment to rise

 

Refrain:

One mistake changed the world

Thousand lives were destroyed

It’s one mankind

Who could cancel the jinx they’ve brought

One life we want to live

Without war and these weapons

Enjoy a clean earth

With pure feelings, peace and love

 

Agreements aren’t fun

Everybody should respect these

And maybe we’ll see the sun

It’s a first step to peace

Without lies

They’re destroying our dreams

 

Why do we do research

To wage war?

C’mon let’s search

For a path to an open door

To peace and love

No destructions and killings anymore

 

Refrain

 

Bridge:

Sun goes up, moon goes down

Dreams about the voices

Of peace will come up

Hopefully all people will agree

2x We want to say welcome

2x To a peaceful world and more

 

Refrain

 

 

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Chemiewaffen im Kriegsrecht

 

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Wie können wir erreichen, dass Chemiewaffen nie wieder zum Einsatz kommen? – Ein Essai

Eine chemiewaffenfreie Welt zu schaffen ist nicht leicht und wird nicht leicht sein.

Jeglicher Lösungsweg sieht auf dem Papier zwar machbar aus, fordert in der Praxis aber ungeahnte Anstrengungen. Das Problem an Chemiewaffen ist: Sie sind billig, einfacher herzustellen als Atomwaffen und einfacher einzusetzen als Biowaffen.

Um Chemiewaffen ein für alle Mal abzuschaffen müsste zuerst die Chemiewaffenkonvention überarbeitet werden. Alle Länder müssten unterschreiben, wobei klar ist, dass die Konvention über dem Landesrecht steht und somit die Hoheitsbefugnisse des jeweiligen Landes einschränkt. Die Länder, die nicht Unterschreiben wollen, müssten durch Sanktionen bestraft werden, genauso wie jene Länder die sich in jeglicher Form nicht an das Abkommen halten. Alle Länder der Welt müssten in einem möglichst kleinen und festgelegten Zeitraum all ihre Chemiewaffen entsorgen.

Um zu gewährleisten, dass die Regeln eingehalten werden, sollte es in jedem Land mindestens ein Kontrollkomitee geben, das überprüft, ob das Land regelkonform handelt. Diese Komitees müssten politisch und religiös unabhängig sein und ihre Ergebnisse in einer ebenfalls unabhängigen Zentrale zusammentragen. Von ihnen müssten auch Sanktionen ausgehen. Es ist entscheidend, dass alle Mitglieder dieser Komitees unabhängig und nicht korrupt sind, um zu gewährleisten, dass die Kontrolle funktioniert. Des Weiteren dürfen Chemiewaffen genauso wie bestimmte einzelne Chemikalien weder von der Polizei genutzt noch im Einzelhandel verkauft werden. Auch Pfefferspray und ähnliche Produkte müssen aus dem Sortiment genommen und durch andere Produkte zur Selbstverteidigung ersetzt werden.

Einer der wichtigsten Schritte ist die Regulierung von Produktion und Verkauf von Chemikalien. Für die Produktion und Lagerung bestimmter Chemikalien muss es eine Maximalmenge geben und nicht jede Firma sollte jede Chemikalie herstellen dürfen.

Beim Verkauf an Firmen oder Privatpersonen muss auf folgende Punkte geachtet werden:

An wen wird verkauft beziehungsweise hat derjenige die Berechtigung zum Kauf? Wie viel kauft derjenige? Auch hier sollte eine gewisse Maximalmenge nicht überschritten werden dürfen. Welche Chemikalien werden gekauft? Sind verdächtige Kombinationen dabei? Wofür sollen die Chemikalien eingesetzt werden? Ist der Käufer auf ein bestimmtes Produkt spezialisiert? Zuletzt sollte eine Liste mit den in den letzten Jahren gekauften Chemikalien vorgelegt werden müssen.

Sollte bei einem dieser Punkte etwas Verdächtiges auffallen, so müsste der Kauf vor Abschluss nochmals genau geprüft und wenn nötig dem Kontrollkomitee vorgelegt werden.

All diese Schritte erfordern ein hohes Maß an internationaler Zusammenarbeit, das ohne einige andere Konflikte aus der Welt zu schaffen wohl kaum möglich ist. Aber wir sind sicher, dass es für jedes Problem eine Lösung gibt und in gemeinsamer internationaler Kooperation dieses große Ziel erreichbar ist. Einer muss vorangehen und anfangen, sonst tut es niemand.

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How can we ensure chemical weapons never remerge?

Creating a chemical weapon free world isn’t easy and won’t be easy.

Every solution process looks manageable but takes unknown efforts in reality. The problem about chemical weapons is: they are cheap, easier to produce than nuclear weapons and easier to apply than biological weapons.

To abolish chemical weapons the chemical weapons convention has to be revised. All the countries have to sign it, even though the convention stands above the national law and consequently restricts the jurisdiction of the respective country. Countries that don´t want to sign have to be punished by sanctions, just as countries that break the convention in every form. All the countries also have to destroy all their chemical weapons in a preferably small and defined timescale.

To ensure that everyone complies with the rules, there should be at least one control commission in every country that checks if the country acts legitimate. These commissions have to be politically and religiously independent and will collect their results in an also independent headquarter. Also they have to impose penalties. It is crucial that the members of these commissions are independent and not corrupt to guarantee that the control works properly. Additionally, chemical weapons and listed chemicals should not be allowed to be used by the police or be sold on the free market. Even pepper spray or similar products have to be taken out of the assortment or be replaced by other products for self-defence.

One of the most important steps is the regulation of the production and sale of chemicals. There has to be a maximum quantity for production and storage of listed chemicals and not every company should be allowed to produce every chemical.

For the process of selling chemicals to companies or private persons the vendor has to take care of the following points:

To whom are the chemicals sold? Does that one have the authorization to buy chemicals? How much does that one buy? Here too, a maximum quantity shouldn’t be exceeded. Which chemicals are being bought? Are there suspicious combinations? For what purpose are the chemicals supposed to be used? Is the vendee specialised in a certain product? At last the vendee should have to list all the chemicals he bought in the last couple of years.

If there is anything suspicious about these points the purchase has to be checked again and if necessary presented to the control commission.

All these steps need a high level of international cooperation that isn’t possible without eliminating some other conflicts in the world. But we are sure that there is a solution for every problem and someone has to start trying or no one will. Let us be the first ones for our own future.

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Kritische Überlegungen

Was bringt das Abschaffen von Chemiewaffen?

Ich denke, es ist ein großer moralischer Schritt, jedoch mangelt es am Praktischen. Wenn man sich überlegt, dass niemand mehr Chemiewaffen einsetzen würde, würde man auf andere Waffen zurückgreifen. Wo ist der Unterschied? Wenn man so rechnet, dass man Chemiewaffen beseitigt und stattdessen Atomwaffen einsetzt, würde bald wahrscheinlich niemand mehr überhaupt irgendeine Waffe  einsetzen. Das wäre zwar sehr gut, hätte aber den Nagel nicht so getroffen… Was also tun?

Ich bin dafür alle Atom-,Bio- und Chemiewaffen abzuschaffen, denn das sind meiner Meinung die unmenschlichsten Arten zu töten. Klar, Töten ist auf egal welche Art immer unmenschlich, aber mir persönlich wäre es lieber schnell durch eine Kugel getötet zu werden, als zu spüren wie sich meine Lunge gerade zersetzt oder ich langsam von Säure zerfressen werde. Ein weltweites Chemiewaffenverbot würde also zur Folge haben, dass vielleicht die Todeszahl nicht sinkt, aber die Tode zumindest nicht mehr qualvoll sind.

Manch einer würde jetzt sagen, das sei brutal, und da hätte er vollkommen Recht. Aber ich denke, dass es immer Krieg geben wird. Wir können nichts dagegen tun, es werden sich immer irgendwo auf der Welt Leute brutal abschlachten. Und es ist wirklich armselig, dass wir nichts dagegen tun können und wir Menschen, die „Krone der Schöpfung“ so entsetzlich dumme Sachen machen, wie sich gegenseitig auf die verschiedensten Arten und Weisen „abzumurksen“, anstatt etwas gegen die – auch aus bloßer Dummheit und Gier entstandene – nahende Klimakatastrophe zu unternehmen.  Denn das kann kein Land alleine schaffen, da muss jedes Land mitmachen.

Was würde passieren, wenn bei einem Chemiewaffenangriff die Aufwinde so stark sind, dass die Gifte in die Luft gerissen werden und über Europa abregnen? Wir sprengen uns immer mehr selbst in die Luft. Wenn wir so weiter machen wie bisher, wird bald gar nichts mehr für irgendwen ein Problem sein, da es weder irgendwas noch irgendwen geben wird. Das wäre fatal.

Also müssen WIR etwas tun. Aber was können wir tun? Wir müssen uns informieren und uns über unsere Lage bewusst werden, handeln wo wir können und als ganzes Land die Stimme gegen Atom-, Bio-, und Chemiewaffen erheben.

Ein Beitrag von Carl B.

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Die Folgen von Chemiewaffen

Nach Chemiewaffenangriffen sind die Folgen nicht nur direkt danach verheerend. Auch noch Jahre später sind die Auswirkungen deutlich erkennbar. Besonders schlimm sind sie zum Beispiel beim Menschen. Die Folgen sind unter anderem ein höheres Risiko an Krebs, die Schwächung des Immunsystems, Verbrennungen bis hin zum Tod. Das Problem bei diesen Krankheiten sind – abgesehen von den sofort eintretenden Konsequenzen – ebenfalls die nachwirkenden. Denn nicht nur die direkt betroffenen Generationen leiden unter den Folgen von Chemiewaffenangriffen, auch die nachfolgenden kommen mit Fehlbildungen zur Welt und leiden beispielsweise an inneren Verletzungen.

Gleichermaßen ist die Umwelt betroffen: Bei einem Angriff mit Agent Orange sterben beispielsweise die Bäume und wachsen auch nach Jahren nicht nach, wodurch unserer Umwelt extreme Schäden zugefügt werden.

 

 

 

Ein Video von Emily Kleiner, Clara Meinhold und Leonie Fröhlich

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Die Geschichte der C-Waffen

Sie waren verantwortlich für hunderttausende Tote und Millionen Verletzte, welche teilweise für den gesamten Rest ihres Lebens mit den Folgen ihres Einsatzes leben mussten; sie prägen auch heute noch unser Vorstellungsbild ganzer Kriege und werden trotz zahlreicher Verbote immer noch eingesetzt: Chemiewaffen zählen zu den meistgefürchteten Waffen auf unserem Planeten; hat doch wahrscheinlich jeder beim Wort „Chemiewaffen“ das Bild einer bedrohlichen, unaufhaltbaren Gaswolke vor Augen, welche alles in ihrem Weg mit einer flüchtigen Berührung tötet oder auf’s Schwerste verstümmelt.

Dabei begann die Geschichte der C-Waffe mit ihrem ersten belegten Einsatz als „harmloser“ Stinktopf, welcher im peloponnesischen Krieg von spartanischen Truppen genutzt wurde, um feindliche Einheiten mit einer erhöhten Schwefeldioxid-Konzentration zum Rückzug zu zwingen.

Der nächste und vorerst letzte bestätigte Einsatz von chemischen Kampfstoffen fand im Jahre 256 nach Christus statt, als sassanidische Truppen die von römischen Truppen gehaltene syrische Stadt Dura-Europos belagerten und dabei unter anderem versuchten die Stellungen der Verteidiger zu untergraben. Als diese den Vorgang bemerkten, gruben sie Gegentunnel, um den Feind abzufangen. Was dann geschah ist unklar; allerdings fanden Archäologen die Leichen von 20 Legionären sowie Erdölgemische (sogenannte Bitume) und Schwefelkristalle gefunden, wobei letztere für giftige Dämpfe sorgen, und wahrscheinlich so die glücklosen Römer ermordete.

Mit dem Ausbruch des ersten Weltkrieges im Jahre 1914 wurde diese billige Massenvernichtungswaffe erstmals im großen Stile eingesetzt und erlebte ihre „Premiere“ anfangs noch als nicht-tödliches Reizgas, eingesetzt durch russische und französische Truppen, so wurde doch schon 1915 das vermutlich heute noch eingesetzte Chlorgas durch deutsche Verbände in der zweiten Flandernschlacht verwendet.

Mit dem Fortschreiten des Krieges nach auch die Letalität chemischer Kampfstoffe zu, allerdings auch deren Schutzmöglichkeiten: So verfügten innerhalb kürzester Zeit sämtliche kämpfende Nationen (außer Italien) über ausreichend Gasmasken, was die Todesraten noch weiter senkte; gegen diese zunehmende Immunität konnten die Deutschen allerdings mit dem sogenannten „Buntschießen“ entgegensteuern.

 

Obwohl man mit chemischen Kampfstoffen heute immer noch den ersten Weltkrieg assoziiert, hielt sich deren Letalität mit maximal 90.000 Toten in Grenzen; dem gegenüber standen wiederrum ca. 1,2 Millionen Verwundete, viele davon waren z.B. durch Erblindung oder Lähmung für den Rest ihres Lebens vom Einsatz dieser Waffen betroffen.

Nach dem ersten Weltkrieg wurden C-Waffen durch die Genfer Konventionen klar geächtet, allerdings trotzdem durch italienische Truppen in Ländern wie Äthiopien für regelrechte Massaker insbesondere an der Zivilbevölkerung verwendet. Zudem setzte die Rote Armee 1921 zur Niederschlagung des Bauernaufstands von Tambow Giftgas ein.

Im zweiten Weltkrieg wiederrum setzte als einzige Fraktion das japanische Kaiserreich bewusst B- und C-Waffen ein, eingesetzt wurden die Kampfstoffe gegen chinesische Truppen und Zivilisten. Abgesehen von diesen bewussten Einsätzen kam es noch zu diversen Unfällen auf den europäischen Schlachtfeldern, wie zum Beispiel im Hafen von Bari 1943, in welchem die deutsche Luftwaffe einen mit Stickstoff-Lost beladenen Frachter versenkte; um die 1.000 Menschen starben.

Nach dem 2. Weltkrieg setzte erstmals Ägypten im Jemen C-Waffen ein, welche es von der Sowjetunion erhalten hatte.

Ab 1961 begannen zudem die USA Herbizide wie den berüchtigten Agent Orange im bereits sechs Jahre andauernden Vietnamkrieg einzusetzen, und schädigten so dauerhaft Einwohner und Vegetation des Landes.

Nach diesen Tragödien wurden am 03.September 1992 CWK (Chemiewaffenkonventionen) von den Genfer Abrüstungskonferenzstaaten verabschiedet, welches Beitrittsstaaten an etliche Demobilisierungsschritte bindet.

Obwohl dieses Abkommen inzwischen von 192 Staaten unterzeichnet wurde, kam es in der jüngerer Vergangenheit immer noch zu C-Waffen Einsätzen, so zum Beispiel in den Golfkriegen, bei der tragischen Geiselnahme im Moskauer Dubrowka-Theater im Jahre 2002, welches unter anderem mit chemischen Kampfstoffen geräumt wurde, und zum Tod von 129 Geiseln führte und 2013 in der syrischen Region Ghuta, als Präsident Baschar Hafiz al-Assad nachweislich das Nervengas Sarin gegen mehrere Orte eingesetzt.

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Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen

Die OPCW (Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons/ dt.: Organsisation für das Verbot chemischer Waffen) ist eine unabhängige, internationale Organisation, die die Einhaltung und die Umsetzung des Chemiewaffenübereinkommens (CWÜ) von 1977 überwacht.

Sie begann ihre Arbeit am 29. April 1997, nachdem erste Vertragsstaaten das CWÜ unterschrieben hatten. Seit dem 16. Oktober hat die OPCW 192 Mitgliedsstaaten, die gemeinsam eine chemiewaffenfreie Welt erschaffen möchten.

Um dies zu erreichen, fordern sie die Zerstörung aller bestehenden Chemiewaffen unter internationaler Aufsicht. Außerdem möchten sie die chemische Industrie überwachen, um zu verhindern, dass neue chemische Waffen hergestellt werden. Zudem bietet die Organisation Mitgliedsstaaten Schutz vor chemischen Bedrohungen und möchte die internationale Zusammenarbeit bei der Umsetzung des CWÜ verbessern, da nur in etwa der Hälfte der Mitgliedsstaaten das CWÜ wirklich umgesetzt wird.

Überdies arbeitet die OPCW daran Nicht-Mitgliedsstaaten, als Mitglieder der Organisation zu gewinnen. Ägypten, Israel, Nordkorea und Südsudan sind die letzten Staaten, die das CWÜ noch nicht unterschrieben bzw. noch nicht ratifiziert haben und somit nicht der Organisation angehören.

2013 wurde die OPCW mit dem Friedensnobelpreis für ihren Einsatz für eine chemiewaffenfreie Welt ausgezeichnet. Der Preis wurde vom türkischen Diplomat Ahmet Üzümcü, dem derzeitigen Generaldirektor, der OPCW entgegengenommen.

 

Durch das Genfer Protokoll wurden chemische Waffen verboten. Die Vernichtung von Chemiewaffen wurde weltweit unter der Aufsicht der OVCW kontinuierlich durchgeführt. Zu diesem Zeitpunkt wurden rund 83 Prozent des weltweit deklarierten Bestandes zerstört. Die USA, Russland und Libyen haben ihre Vorräte an Chemiewaffen nicht zum befristeten Zeitpunkt (29. April 2012) vollständig abgebaut. Mittlerweile haben die USA 90 Prozent, Russland 80 Prozent und Libyen 100 Prozent ihrer chemischen Waffen der sogenannten Kategorie 1 vernichtet. Die vollständige Vernichtung soll in den USA bis 2023 vollständig erfolgt sein. In Libyen und in Russland ist der Zeitpunkt, bis die Vorräte an Chemiewaffen vernichtet sind noch unklar. Diese Verzögerungen sind aufgetreten, da der finanzielle und technologische Aufwand, die Vorräte dieser Waffen umweltverträglich zu vernichten, mit großen Kosten verbunden ist.

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Einteilung der chemischen Waffen

Es gibt keine einheitliche Einteilung von chemischen Waffen. Aus toxikologischer Sicht werden die Stoffe entweder nach Zielort oder der Art der Wirkung eingeteilt.

Nur ist diese Zuordnung nicht immer richtig. Blausäure wird beispielsweise als Gift gegen Bestandteile des Blutes eingeordnet, was so aber nicht korrekt ist. In Wirklichkeit blockiert es in den Zellen die Zellatmung und führt so zum Tod durch Sauerstoffmangel.

Aus diesem Grund haben einige Staaten eigene Bezeichnungen für die Kampfstoffe, z.B. teilte Deutschland sie früher nach Farben ein (Weißkreuz, Grünkreuz, Blaukreuz und Gelbkreuz). Die heutzutage meist genutzte Einteilung ist die der USA. Dabei werden die chemischen Waffen nach ihrer Wirkungsweise eingeteilt.

Die Einteilung der USA näher erläutert:

Nervenkampfstoffe wirken auf die Weiterleitung von Signalen in den Nerven und zwischen den Nerven Solche Symptome können starke Muskelkrämpfe und Kopfschmerzen, Müdigkeit, Verwirrtheit, Angstzustände, Erbrechen, Durchfälle, Bewusstlosigkeit und Atemlähmung sein. Z.B Sarin, Tabun

Hautkampfstoffe zerstören die betroffene Haut und verursachen Wunden, die nur sehr langsam heilen. Ihre Dämpfe schädigen die Augen, Luftwege und Lungen sowie die inneren Organe, wenn sie in den Körper eingedrungen sind. Die ersten Anzeichen einer Vergiftung der Haut sind Rötung. Nach 2-6 Stunden treten Juckreiz und Schmerzen auf. Blasen entwickeln sich noch später. Beispiele sind Lewisit, TCDD

Blutkampfstoffe dringen über die Atemwege und über die Haut in den menschlichen Organismus ein. Sie wirken durch Zerstörung der roten Blutkörperchen mit Schäden in Milz, Leber, Nieren. Die Vergiftungserscheinungen treten erst nach einigen Stunden auf. Beispiele sind Blausäure und Arsin

Lungenkampfstoffe zerstören das Lungengewebe und können nach mehrstündiger (12 bis 24 Stunden) beschwerdefreier Zeit zu schweren Erkrankungen und zum Tod durch Ersticken führen. Beispiele sind Chlorpikrin und Phosgen

Psychokampfstoffe trüben das Bewusstsein der Opfer und sind alle starke Rauschmittel. Ihr Ziel ist die Kampfunfähigkeit des Gegners, ohne ihn zu töten. Wie bei allen nicht-tödlichen Waffen ist aber eine dauerhafte Gesundheitsschädigung oder sogar Tod nicht ausgeschlossen, da die Dosis so wie die Einwirkdauer nicht genau kontrolliert werden können. Zudem stellen Berauschte, besonders wenn sie bewaffnet sind, für sich selbst und für andere eine unberechenbare Gefahr dar. Beispiele sind Ditran und LSD.

Reizkampfstoffe beeinträchtigen die Funktionsfähigkeit des menschlichen Körpers indem sie ihn reizen. Reizkampfstoffe werden meist noch in Augenreizstoffe und Nasen-Rachenreizstoffe geteilt. Ersteres führt in leichtesten Fall zu brennenden und tränenden Augen und kann im schlimmsten Fall Erblindung auslösen. Die Nasen-Rachenreizstoffe verursachen nach kurzer Zeit starke Übelkeit, Kratzen im Hals, Atemnot und Beklemmungsgefühle. Wie viele andere so genannte nicht-tödliche Waffen können Reizstoffe nachhaltige Gesundheitsschädigungen oder sogar den Tod verursachen.

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Definition und Erklärung

Chemische Waffen zählen neben atomaren und biologischen Waffen zur Kategorie der ABC-Waffen , welche einen Teil der Formulierung von CBRN-Waffen (Chemisch, Biologisch, Radiologisch und Nuklear) ausmachen und zu den Massenvernichtungswaffen gehören, die für den Einsatz in Kriegen entwickelt wurden.

Definiert werden diese Waffen durch ihre toxisch wirkende Erscheinung in fester, flüssiger oder auch gasförmiger Form als Substanzen, wie z.B. Senfgas, die in Verbindung mit einem Behältnis, das sie transportiert, aus taktischen Zwecken in Kriegen verwendet werden, um Gegner temporär oder permanent kampfunfähig zu machen.

Die dafür verwendeten toxischen Substanzen werden als chemische Kampfstoffe bezeichnet und sind jeweils chemische Verbindungen von starken Gift- und Reizwirkungen, die an verschiedenen Arealen des Körpers einen bestimmten Schaden zufügen sollen. Je nach bevorzugtem Areal werden diese Kampfstoffe demzufolge in unterschiedliche Kategorien unterteilt. Allerdings gibt es noch immer keine exakt festgelegte und letztlich auch komplett anerkannte Einteilung für sie. Aus dem Grund haben die einzelnen Staaten meist ihre eigenen Richtlinien für Kategorien bezüglich der chemischen Kampfstoffe.

Doch im Gegensatz zu früheren Verwendungen von diesen Kampfstoffen, bei denen sie meist in ihrem gasförmigen Zustand genutzt wurden, werden heutzutage überwiegend flüssige Kampfstoffe eingesetzt. Am seltensten anzutreffen sind die festen Formen (Ditran und LSD), da sie in ihrer Wirkung nur allzu oft von den anderen Aggregatszuständen übertroffen werden.

Die chemischen Kampfmittel sind die Träger, welche eine solche toxische Substanz beinhalten können. Dazu zählt im Grunde jede Art von Gegenstand, sofern dieser einen chemischen Kampfstoff transportieren kann.

Somit kann ein chemisches Kampfmittel z.B. eine Granate sein, welche ihren chemischen Kampfstoff in sich trägt, eine Mischung von Chemikalien zur dichten Raucherzeugung sobald sie zum Einsatz kommt.

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